Nährstoffwunder Spirulina

Die Mikroalge Spirulina – besser bekannt als Blaualge – wird wegen ihrer zahlreichen positiven Eigenschaften als Nahrungsergänzungsmittel eingesetzt. Dabei sind die Erkenntnisse über die spiralförmige Mikroalge keineswegs neu. Schon die Azteken wussten um ihre Vorzüge und auch in Teilen Afrikas wird die Alge seit Jahrhunderten verwendet. Heute wird sie als „Superfood“ auch in den Industrienationen immer mehr geschätzt.

Zur Supernahrung wurde die Mikroalge Spirulina durch ihre einzigartige Zusammensetzung: Kein anderes Nahrungsmittel kann einen vergleichbar hohen Gehalt an Nährstoffen und Eiweiß aufweisen. So enthält die Alge mehr als 60% pflanzliches Eiweiß und zudem eine beeindruckende Konzentration an Vitamin A und C, Kalzium, Eisen, Kalium, Karotin und weiterer Vitalstoffe. Schon bei geringer Einnahme kann der tägliche Bedarf an bestimmten Mineralstoffen zu einem großen Teil abgedeckt werden und das bei einem minimalen Kaloriengehalt. Zusätzlich versorgen Spirulina-Algen den Körper mit gesundheitsfördernden Enzymen.

Spirulina stärken das Immunsystem

In verschiedenen Untersuchungen wurden die Botenstoffe des Immunsystems im Blutstrom überprüft und festgestellt, dass die regelmäßige Einnahme von Spirulina die Produktion des Botenstoffes Zytokin sowie von Antikörpern erhöht. Die in den Algen enthaltenen Kalium-Salze hindern Viren daran, in die Zellen einzudringen, Polysaccharide unterstützen die Zellkommunikation und stärken somit die Selbstheilungskräfte bzw. die Aktivität gegen Krankheitserreger. Außerdem bieten die ebenfalls enthaltenen Antioxidantien wie beispielsweise Eisen, Zink, Selen, Karotin oder die Vitamine C und E einen wichtigen Schutz vor sogenannten freien Radikalen, die durch negative Einflüsse wie Stress oder falsche Ernährung im Körper freigesetzt werden und die Zellen schädigen.

Weitere positive Wirkungen von Spirulina

Bei der Behandlung von Allergien wie Heuschnupfen oder Hautallergien konnte festgestellt werden, dass durch die Einnahme von Spirulina die Symptome deutlich abgemildert werden. Das hängt damit zusammen, dass darin enthaltene Stoffe den Ausstoß von Histamin hemmen. Auch bestätigen Wissenschaftler aus aller Welt, dass dank Spirulina Cholesterinspiegel und Blutdruck gesenkt werden können.

Durch die hohe Konzentration von Nährstoffen ist Spirulina zudem eine gute Ergänzung für Menschen mit erhöhtem Bedarf, z.B. durch Leistungssport, Wachstum, Schwangerschaft, Stress oder Rekonvaleszenz. Gerade im Sportbereich gaben entsprechende Versuche Hinweise auf die leistungssteigernde Wirkung. Einen ebenso positiven Einfluss sehen viele in der Krebsvorsorge, in der Verlangsamung des Alterungsprozesses, der Verbesserung von Darmflora und Verdauungsprozessen oder auch bei der Behandlung von Strahlungsschäden.

Nicht zuletzt wird die Alge beispielsweise von Heilpraktikern und Zahnärzten als natürliches Entgiftungsmittel eingesetzt, da sie Schwermetalle absorbiert.

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Wo kommen Spirulina-Algen vor?

Die Mikroalge Spirulina zählt zu den Cyanobakterien, die bereits vor Milliarden von Jahren auf der Erde entstanden und unter extrem unwirtlichen Bedingungen existieren können. Beispielsweise gedeiht Spirulina in warmen, alkalischen Salzseen in Zentral- und Ostafrika, Mittelamerika, Südostasien und Australien. In tropischen und subtropischen Gebieten werden die Algen heutzutage in sogenannten Wasserfarmen kultiviert. Dazu benötigt man weder synthetische noch organische Düngemittel und mineralsalzhaltiges Wasser gibt es in heißen Ländern oft reichlich. Pro Anbaufläche bieten Spirulina-Algen mehr Eiweiß und Nährstoffe als jedes andere Nahrungsmittel. Somit werden sie in ihrer Bedeutung für die Welternährung weiter zunehmen.

In welcher Form ist Spirulina erhältlich?

Als Nahrungsergänzungsmittel wird Spirulina in unterschiedlicher Form angeboten, sei es als Pulver, Tabletten oder Kapseln. Besonders vorteilhaft ist die Einnahme als Pulver mit Flüssigkeit, da so die Nährstoffe besonders schnell aufgenommen werden können. Deshalb sind auch Smoothie-Rezepte mit dem Algenpulver voll im Trend.

Autor: Helmut Hurle

Die hier veröffentlichten Informationen werden nach bestem Wissen weitergegeben. Es handelt sich nicht um Diagnose- oder Therapieanweisungen. Bei dem Verdacht auf eine Erkrankung suchen Sie unbedingt Ihren Arzt oder Heilpraktiker auf. Die Veröffentlichungen dienen zu Ihrer Information und Weiterbildung. Wir schließen die Haftung für Schäden jedweder Art, die durch die Anwendung der Angaben direkt oder indirekt entstehen, aus.

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